Aufstellen in Stille. Die Haltung. Der Unterschied

Finden was wirkt

Die Philiopsphie

Mit diesem Lehrgang möchte ich nicht nur die zahlreichen Facetten des Aufstellens zeigen. 

Der Begriff „Bewegungen der Seele“ weist über das reine Helfen hinaus:  wahrzunehmen, phänomenologisch zu beobachten, die innere Haltung während des Leitens der Aufstellungen stetig zu überprüfen: ohne Absicht, wertfrei. Mit Mut zum Blick auf das Ganze und das, was dahinter liegt. 

Ich bin überzeugt, dass diese Haltung zu neuen Erkenntnissen bei Helfenden, wie auch bei Ratsuchenden führt. Und darüber hinaus geht. 

Ordnung ist das Gefäß, aus dem die Liebe in Strömen fließen kann.

Was unterscheidet das „Aufstellen in Stille“ von den übrigen Formen der Aufstellungsarbeit?

Das Aufstellen in Stille entwickelte ich in Zusammenarbeit mit wichtigen Wegbereitern der Methode in den Jahren 1997 bis 2010. Danach setzte ich meinen persönlichen Weg des Forschens, Überprüfens und Lernens fort. 

Mein Anspruch war, Menschen nicht nur eine Methode anzubieten, sondern gemäß meiner persönlichen Werte und Erfahrungen zu helfen, das was wirkt zu erkennen, zu erfahren und im Alltag umzusetzen.

Der „Aha““-Effekt entsteht beim Aufstellen in Stille unaufgeregt. Klar. Berührt unmittelbar.

Die Kunst liegt tatsächlich in der Vorbereitung des Leitenden und seiner fachlichen, wie persönlichen Reife. 

  • ich erkenne meine „systemischen blinden Flecken“ an

  • ich verzichte auf „das Richtige“, „das Alleinige“, …

  • ich achte das Leben und die Freiheit der Entscheidung. Selbst wenn sie widersprüchlich erscheint.

  • ich achte die Grenzen des Systems (Familie, Gruppe, Team, Unternehmen, …)

  • ich beobachte, ohne mir zuvor ein Bild (von einem Menschen, einer Situation, ..) zu machen und lasse die Aufstellung auf mich wirken

  • ich interveniere geringst möglich und bin dabei wach und fokussiert

  • ich gebe Zeit

  • ich schaue hin

  • ich strebe, absichtslos, professionell zugewandt und in voller Verantwortung Menschen zu begleiten

  • ich pflege mich. Meine Gesundheit, meine seelischen Bedürfnisse

 

Du möchtest noch mehr wissen? In meiner Podcastfolge hörst du, wie ich das „Aufstellen in Stille“ noch tief gehender erkläre:

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Aufstellen in Stille - Martin Sourek im Interview

Die Haltung.

Ordnungen der Liebe

Wie kann etwas so Großem wie der Liebe eine Ordnung innewohnen? Führt uns die Liebe uns nicht auch ein bisschen ins Chaos?

Die Liebe wie wir sie in der Familie mit unseren Geschwistern, Eltern, Verwandten und letztlich in der Partnerschaft erfahren und leben, hat eine innere Struktur, die von sich aus gegeben ist und uns stärkt, wenn wir sie erkennen und anerkennen.

Das rechte Maß

In den Aufstellungen können wir klar sehen, dass es eine Liebe gibt, die gemäß und lebendig ist. D.h. sie fördert das Leben, das Glück,  und die gute Bindung, die auch – wenn der Moment da ist – einen Menschen ziehen lässt.

Die Großen schauen auf die Kleinen. Mit Liebe und Verantwortung.

 ich verzichte darauf, die Vergangenheit mit allem Schicksal und mit all ihrem Leid zu verändern. Mit Liebe.
Ich mute allen zu, dass es mir gut oder sogar besser gehen darf.

Mit Liebe.

Jeder hat seinen Platz – die Ablehnung eines Menschen, der Ausschluss aus der Familie, führt in vielen Fällen beobachtbar zu Problemen, Streit oder gar Leid. Warum? Hier maßen wir uns an, zu wissen, wie der Andere aus unserer Sicht sein sollte. Ohne Rücksicht, ohne Empathie. Wie reagiert dieser Mensch? Mit Ärger.
Dieser so „Andere“ braucht einen Platz in der Familie, stell dir vor – als Umsetzung in ein Bild: „in allen Herzen“.

So kann Frieden beginnen.

Wir sind eingebunden in die Dynamik unserer „Gemeinschaft“ die uns umfasst und lenkt, da sie auf Ausgleich bedacht ist. So kann es sein, dass ein später geborenes Familienmitglied das Schicksal eines früheren nachahmt. Oder gar mit dem Anspruch, Schuld auszugleichen, sühnt. Dieser Gedanke, dieser Wunsch, ist „zu viel“ und „zu spät“.
Hier hilft die Aufstellung im Besonderen, diese Dynamiken zu erkennen und auch zu durchbrechen.

 

Die Liebe des Herzens.
Wie die Paarbeziehung gelingen kann

Das Verliebt-Sein gleitet mit der Zeit in die ruhigen Bahnen der partnerschaftlichen Liebe. Das zeigt sich im eindeutigen: Ja. Ich stimme dir zu. Ich bleibe.

Sie wächst in der liebevollen körperlichen Zuneigung und in einer die Seele berührenden, erfüllten, lustvollen Sexualität.

Oft geht sie weiter und sagt Ja zum Leben – und findet im „Eltern-Werden“ auch einen Teil des Vollzugs.  

Sie sagt zum/zur Anderen:

Ich liebe dich, so wie du bist

Ich liebe dich und das, was uns zusammengeführt hat.

Ich liebe deine Familie, wie sie ist.

Ich liebe deine Arbeit (dein Hobby, deine Zukunftspläne, …), wie sie ist.

Ich liebe den Weg, den du gehen wirst.

Ich liebe dich ohne Vorurteil, ohne Vorbehalt, ohne Vorstellung wie du oder „es“ sein soll

Als Paar zusammen zu leben, zu lieben und den anderen anzuerkennen – das ist ein Geschenk. Es gilt, dieses zu würdigen.

Diese Sätze, auszusprechen, zu fühlen und zu leben, bergen ein weiteres Geschenk: eine reife Partnerschaft, die Bestand hat.

Die bei größter Nähe Raum zu geben vermag, ohne halten zu wollen oder des Anderen zu bedürfen.

Und wenn die Liebe gelingt, verzichtet sie auch. Zum Beispiel auf das Kämpfen.

Das Gewissen

Hier widme ich mich einem besonderen und gar nicht so einfachen Thema, das in Familien und großen Systemen (Firmen, Gruppierungen, Nationen, …) verbindend, aber auch fatal wirken kann.

Was ist oder wie bildet sich unser Gewissen?

In der westlichen Tradition der Philosophie und Religionen, galt eine Zeit lang die Ansicht, das Gewissen sei von Gott in uns verankert. Wir hätten eine „gute “ Instanz in uns. Dieser Gedanke geht davon aus: wir Menschen haben jederzeit die Wahl.

Ist das Gewisse ein Gefühl? In der Beobachtung tausender Familienbiographien und den sich zeigenden Verstrickungen ergibt sich für mich dieses Bild:

Das „Gewissen“ wirkt meist beobachtbar stärker, als erlebte Prägungen.

In unserer Arbeit sehen wir,

Es ist unabhängig von Moral und Ethik
Es ist in unterschiedlichen Kulturen niemals gleich
Es ist in uns angelegt wie ein „Sinn“, eine Qualität oder ein „Organ“ mit dem wir wahrnehmen, was „Gut“ und „Schlecht“ ist.

Das „Gewissen“  (oder besser: das, was wir als Gewissen wahrnehmen, unsere bedingungslose Loyalität) sagt ganz klar: wenn ich die Regeln oder Haltungen einer Gruppe / einer Familie annehme, dann gehöre ich dazu

Wenn ich die Regeln und Werte einer Gemeinschaft, einer Familie, durchschaue, sie anerkenne und übernehme, erlebe ich mich als zugehörig und geschützt. 

Und als Paar? Hier zeigen sich viele Konflikte als „Gewissens-Kämpfe“. Ich verteidige meine Erfahrungen, meine Einschätzung von „Gut“ und „Schlecht“, meine Familienwerte (manchmal auch als Familienehre verbrämt) um jeden Preis.

Auch um den Preis des Scheiterns.

In seiner schwerwiegendsten Komplexität leitet uns das Gewissen sogar gegen jede Vernunft und Menschlichkeit an. So tun wir Anderen etwas an, in tiefer Überzeugung des „richtigen Handelns“ – über alles Verbindende, Menschliche und dem Leben Dienliche hinweg.

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